Die Umweltbehörde hilft Firmen mit ihrem Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ bei der Umrüstung auf klima- und ressourcenschonende Technologien. Fast 2000 große und kleine Betriebe haben das Angebot bisher genutzt und sparen durch öffentlich geförderte Effizienzsteigerungen jede Menge Energie und damit Treibhausgase ein. Die Hamburger Klimabilanz entlastet das Programm schon heute jährlich um mehr als 190.000 Tonnen CO2.
Die Hamburger Windkraftkapazitäten werden in den kommenden Jahren von 50 Megawatt auf mehr als 100 Megawatt verdoppelt. Unter der Regie der Umweltbehörde treibt die Stadt den Aufbau massiv voran, unter anderem durch Suche nach neuen Windrad-Standorten im Hafen und den städtischen Randgebieten sowie durch das sogenannte Repowering – das Ersetzen älterer Anlagen durch leistungsfähigere und wirtschaftlichere Modelle am selben Ort.
Das gemeinsame EnergieBauZentrum der Hansestadt und der Hamburger Handwerkskammer berät Hausbesitzer, Bauherren, Firmenbesitzer und andere Interessierte in Sachen energetischer Gebäudeoptimierung. Die unabhängigen Experten der Einrichtung nahe des Harburger Bahnhofs bieten kostenlose Erstberatungen, organisieren Informationsveranstaltungen für Laien und Fachleute und geben Tipps zum Thema finanzielle Förderung für Dämmung & Co.
Der Energieversorger E.ON und das Logistik-Unternehmen EUROGATE kooperieren bei der umweltfreundlichen Nutzung von Energie aus einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk. E.ON übernimmt die überschüssige Heizwärme der Anlage des Containerterminal-Betreibers im Hafen und leitet sie über sein Netz an andere Nutzer weiter. Dadurch wird keine wertvolle Energie mehr verschwendet und EUROGATE kann sein kleines Kraftwerk wirtschaftlicher betreiben. Diese Öffnung der Wärmenetze für die dezentrale Einspeisung soll Schule machen.
An der Schöneberger Straße in Hohenhorst entsteht ein neues Blockheizkraftwerk. Es gehört dem Energieversorger E.ON, der mit der Stadt einen massiven Ausbau der Energiererzeugung in dezentralen Blockheizkraftwerken vereinbart hat. Dieser Anlagentyp ist eine wichtige Säule der Energiewende: Er wird mit dem relativ klimafreundlichen Erdgas betrieben und nutzt dessen Energie außerdem durch Kraft-Wärme-Kopplung - die gleichzeitige Bereitstellung von Strom und Heizwärme - besonders effizient. Dadurch entsteht viel weniger CO2 als bei anderen Anlagen.
Eine neuartige Anlage zur Speicherung von Windenergie soll am Erdgasspeicher Reitbrook entstehen. Der Versorger E.ON errichtet dort eine sogenannte Power-to-Gas-Anlage, die große Mengen Strom aus Windkraftanlagen zur Erzeugung von Wasserstoffgas oder synthetischem Erdgas nutzen kann. Das Prinzip: Elektrische Energie wird verwendet, um aus Wasser mittels Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen. Dieser kann zu Methan, also Erdgas, weiterveredelt werden. Wasserstoff oder synthetisches Erdgas lassen sich speichern oder ins Gasversorgungsnetz direkt einspeisen.
„Virtuelles Kraftwerk“ von E.ON verbindet Blockheizkraftwerke
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Hamburgs Energieversorger schalten viele kleine Erzeugungsanlagen zu sogenannten virtuellen Kraftwerken zusammen. Damit lassen sich Blockheizkraftwerke, Solaranlagen oder Windkrafträder so aufeinander abstimmen, dass das Netz trotz schwankender Leistung stabil bleibt und keine Energie verschwendet wird. Die Hamburger Wärmversorgungstochter von E.ON, deren Zentrale Am Radeland in Moorburg liegt, steuert heute unter anderem schon 15 Blockheizkraftwerke in einem solchem Verbund.
An der Amsinckstraße steht eine der 12 von E.ON belieferten Hamburger Erdgas-Tankstellen, die Autofahrer mit klimaschonendem Erdgas versorgen. Erdgas ist eine Energiequelle, mit der sich die CO2-Emissionen von Autos im Vergleich zum Benzinbetrieb deutlich reduzieren lassen. Auch Beimengungen von regenerativ erzeugtem Biogas sind möglich. Erdgas als Kraftstoff hat noch einen großen wirtschaftlichen Vorteil: Weil es steuerlich begünstigt ist, ist es sehr preiswert.
Der städtische Energieversorger HAMBURG ENERGIE hat auf dem Energieberg in Georgswerder das erste Repowering der Hansestadt durchgeführt: Mehrere ältere Windenergieanlagen wurden durch eine einzige leistungsstärkere ersetzt, um die Energieausbeute des Standorts zu erhöhen. Das neue Windrad misst vom Boden bis zur Flügelspitze 150 Meter und ist auf dem 40 Meter hohen Energieberg ein sichtbares Zeichen für die erneuerbaren Energien in Hamburg. Jährlich werden hier rund 7,9 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht dem Strombedarf von gut 3.000 Haushalten.
Dass selbst Denkmalschutz und modernste Technik harmonisch ineinandergreifen können, belegt ein Projekt im Hamburger Hafen: Auf den historischen 50er Kaischuppen, in denen unter anderem das Hafenmuseum beheimatet ist, machen 4.000 Module Sonnenlicht nutzbar. Die Aufdachanlage von HAMBURG ENERGIE zählt mit einer Fläche von mehr als vier Fußballfeldern und einer Spitzenleistung von 973 Kilowatt zu den größten Hamburgs.